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Das Klima wird zunehmend rauer

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Neues vom DTKV Hessen
Vorspann / Teaser

Alle Jahre wieder – kommt die Landesdelegiertenversammlung. Dieses Jahr fand diese am 22.02.2025 in den schönen Räumen der Musikschule „Musikzentrale“ in Gießen des Vorstandsmitglieds Marco Lorusso statt. In der harmonischen Versammlung wurde auch ein neuer Vorstand, sowie Kassenprüfer und Bundesdelegierte für die kommenden vier Jahre gewählt.

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Und dies sind die (teilweise) Neuen:

1. Vorsitzende: Heike Schulte-Michaelis (FTKB)
2. Vorsitzende: Regine Kändler (DTKV Nordhessen)

1. Schriftführerin: Nadezda Kuzmina (FTKB)
2. Schriftführerin: Britta Roscher (FTKB)

Schatzmeister: Marco Lorusso (DTKV Marburg)

Beisitzer*innen:

Uwe Briese (DTKV Nordhessen), Bettina Höger-Loesch (FTKB), Arno Lindemann (DTKV Marburg) und Helga Krech (FTKB)
Der Vorstand ist also etwas jünger und diverser geworden. Den jetzt ausscheidenden Vorstandsmitgliedern danken wir ganz herzlich für die gute Arbeit von vielen Jahren: Arno Lindemann als Schatzmeister, Reinhard Ardelt, früher 2. Vorsitzender, zuletzt Beisitzer sowie Hubert Schmid, früher 2. Vorsitzender, zuletzt Beisitzer und Bundesdelegierter.

Thema waren neben der allgemeinen Entwicklung für die Musik in Hessen auch mal wieder der Dauerbrenner Ganztagsschule. Mit der flächendeckenden Einrichtung der Ganztagsschule für alle Schüler:innen im kommenden Jahr wird das Thema zunehmend brenzliger für alle selbstständigen Musikpädagog:innen. Durch die Rahmenvereinbarung über den Landesmusikrat ist es auch Selbständigen prinzipiell möglich, ihr Angebot in den Räumen von Schulen anzubieten. „Prinzipiell“ bedeutet natürlich nicht, dass dies einfach wäre. Sinnvoll ist es, über persönliche Kontakte zu Lehrkörper und Schulleitung an die Schulen heranzutreten. Oft hilft ein Gruppenangebot, den Kontakt aufzubauen. Später kann dann vielleicht auch der Instrumentalunterricht in der Schule angeboten werden. Um überhaupt eigene Angebote in Schulen lancieren zu können, empfiehlt es sich, die Stadtschulämter zu kontaktieren. Oft organisieren diese das Ganztags­angebot an den städtischen Schulen.

In der Vergangenheit konnten einige Kolleg*innen über das Programm „Löwenstark“ mit ihrem Angebot in Schulen Fuß fassen. Dieses Programm ist inzwischen ausgelaufen. Ein spezielles hessisches Nachfolgeprogramm gibt es derzeit nicht. Man kann gegebenenfalls über das bundesweite Programm „Startchancen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Projekte an bestimmten Schulen initiieren. In Hessen sind insgesamt 92 Schulen beteiligt, sowohl in den Ballungsgebieten als auch im ländlichen Raum. Bei Interesse findet man alle nötigen Informationen auf der Webseite des Ministeriums.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Klima bezüglich Musik und musikalischer Bildung in Hessen zunehmend rauer wird. Viele Politiker haben wenig Affinität zu unseren Themen – auch und gerade im kommunalen Bereich. Dies erschwert unsere Arbeit zusätzlich. Daher der Appell des DTKV Hessen an alle Musiker*innen in Hessen: Gehen Sie auf unsere Politiker zu und sensibilisieren diese für unsere Belange und unsere immer schwerer werdenden beruflichen Rahmenbedingungen! Selbst wenn kaum Bezug zur Musikszene besteht: Auch diese Politiker möchten mal eine musikalische Umrahmung ihrer Feier haben oder ins Konzert gehen können. Wenn es aber so weiter geht, könnte es in ein paar Jahrzehnten schwierig sein, noch qualifizierte Musiker*innen dafür zu finden.
 

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