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Konstantin Wecker erhält Erich-Mühsam-Preis. Foto: Hufner
Konstantin Wecker hält politische Musik für «gerade wieder» notwendig. Foto: Hufner
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Konstantin Wecker hält politische Musik für «gerade wieder» notwendig

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Bad Staffelstein - Der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker hält politische Musik für notwendiger denn je. «Gerade wieder: Es geht ein Riesenriss durch die Gesellschaft», sagte Wecker am Sonntagabend am Rande des Liedermacher-Festivals «Songs an einem Sommerabend» im oberfränkischen Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels).

«Es ist notwendiger als früher für viele Leute, sich Mut machen zu lassen.» Menschen seien nach Konzerten zu ihm gekommen und hätten berichtet, sie würden in ihrer Familie als «Gutmenschen» beschimpft. «Das hätte es vor zehn Jahren in dieser Form nicht gegeben.»

Grund für das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen wie Pegida sind Wecker zufolge die «Auswüchse des Finanzkapitalismus»: «Als es den Leuten besser ging, in einer besseren sozialen Absicherung, wäre das nicht annähernd so passiert.»

Angesichts des vorläufigen Endes des Festivals «Songs an einem Sommerabend» gab sich Wecker hingegen zuversichtlich. «Natürlich sollte es weitergehen. Und wenn es auf mehrfache Weise weitergeht, ist es auch schön.» Nach 30 Jahren hat der langjährige Organisator Ado Schlier das Ende des bedeutendsten Liedermacherfestivals im deutschsprachigen Raum verkündet. Der Bayerische Rundfunk, der das Festival im Fernsehen überträgt, hat angekündigt, die Tradition weiterführen zu wollen.

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